perfekt eingerichteter schreibtisch

Ideen für den perfekt eingerichteten Schreibtisch

Es hat etwas sehr Jungfräuliches, wenn der neu erworbene Schreibtisch ausgepackt und aufgebaut im Zimmer steht. Noch keine Arbeit ist an ihm verrichtet worden. Noch kein individueller Stempel ist ihm durch seinen neuen Besitzer aufgedrückt. Der Schreibtisch weiß noch nicht, was auf ihn zukommt. Alles ist  möglich. Großes kann genau an diesem Platz entstehen. Der Erfolg steht in den Startlöchern.

Ein schlecht eingerichteter Arbeitsplatz kann auch dazu führen, dass man sich bereits im Studium beim Lernen unwohl fühlt.

Damit die Chancen für ein kreatives und produktives Arbeiten hochstehen, gilt es beim Einrichten des Schreibtisches einiges zu beachten. Die besten Ideen teilen wir an dieser Stelle mit dir.

Die Pflicht

Bevor wir uns der Frage widmen, wie man einen Schreibtisch schön einrichten kann, muss die Basis stimmen. Schon der falsche Standort oder die unzureichende Beleuchtung können sich als störende Faktoren erweisen. Bevor du also mit der Deko beginnst, kümmere dich um die folgenden Aspekte:

Der richtige Standort

Der Ort, an dem du deinen Schreibtisch aufstellen kannst, hängt von der Art der Schreibtischkonfiguration und der Struktur des Raums bzw. des Arbeitsbereichs ab. Es kann sein, dass du hierbei auf erhebliche Einschränkungen triffst, die du nicht vollständig umgehen kannst. Folgende Prinzipien solltest du versuchen umzusetzen

  • Stelle deinen Schreibtisch nicht direkt an die Wand, sonst fühlst du dich wahrscheinlich eingeengt
  • Positioniere dich nicht mit dem Rücken zur Tür. Das steigert die Chance für eine sog. „Kabinenparanoia“, also dem permanenten Erschrecken, wenn es anklopft. Auch ist es wenig einladend für dein Umfeld, wenn du sie mit dem Rücken begrüßt
  • Optimal ist, wenn du den Eingang seitlich von dir hast. Dies bietet die richtige Kombination aus Konzentration und Kontrolle. 

Die optimale Ausleuchtung

Die Beleuchtung an deinem Schreibtisch wirkt sich auf deine Produktivität aus. Je heller dein Arbeitsbereich ist, desto wacher und aufmerksamer bist du. Unser Gehirn ist mit unserem zirkadianen Rhythmus synchronisiert. Der Geist reagiert auf das Sonnenlicht. Aus diesem Grund wachen wir auf, wenn die Sonne aufgeht, und gehen schlafen, wenn sie wieder untergeht. Deshalb:

  • Sorge für ausreichend natürliches Licht an deinem Arbeitsplatz. Am besten stellst du deinen Schreibtisch so auf, dass die Lichtquelle von der Seite kommt.
  • Bei künstlichem Licht achte darauf, dass die Schreibtischlampe so angebracht sind, dass sie auf keinen Fall den Bildschirm blendet
  • Ansonsten sorge für eine gute Lichtquelle von oben, die den Raum ausreichend beleuchtet

Die ergonomische Haltung

Damit du schmerzfrei über viele Stunden an deinem Schreibtisch agieren kannst, solltest du dafür sorgen, dass dein Bewegungsapparat nicht auf der Strecke bleibt.

  • Organisiere alle Abstände so, dass sich die wichtigsten Gelenke im rechten Winkel befinden
  • Der Abstand von Auge zu Bildschirm und Tastatur sollte zwischen 45 und 80 cm betragen
  • Richte alles so ein, dass du deine wichtigsten Gegenstände ohne große Verbiegungen erreichen kannst  
  • Sorge für eine ergonomische Sitzgelegenheit. Hier ist der Markt mittlerweile breit aufgestellt und es gibt viele gute Alternativen

Die Kür

Deinen Schreibtisch schön einzurichten, verleiht ihm eine wichtige Note, senkt den Widerstand, sich an die gestellten Aufgaben zu begeben und macht ein effizientes Arbeiten möglich. 

Persönlichen Gegenstände

Sie sind die Retter an schlechten Tagen. Wenn dein Chef dich zu Unrecht angebrüllt hat, deine To-do-Liste unendlich daher kommt oder du seit Stunden an einem Projekt werkelst und nicht vorankommst. Dann kann ein Blick auf ein Foto deiner Lieben, deines Haustieres oder deiner letzten Urlaubsreise Linderung verschaffen. Auch ein liebevolles Geschenk, dass du bekommen und auf deinen Schreibtisch gestellt hast, kann die Stimmung heben und der Motivation neuen Schwung geben.

Ausgeklügeltes Ordnungssystem

Unordnung kann deine Kreativität fördern? Eher nicht. Das unordentliche Erscheinungsbild deines Schreibtischs fördert eine unorganisierte Denkweise. Wenn es bei deinem Projekt auf Kreativität ankommt, könnte ein unordentlicher Schreibtisch dir eventuelle dabei helfen, deine faszinierendsten Ideen zu entwickeln. Aber auch hier ist es wichtig, dass du nach getaner Arbeit alles wieder an seinen festen Platz zurücklegst, sodass dich dein Schreibtisch bei Wiederaufnahme deiner Tätigkeit einlädt und nicht abhält.

Prinzipiell sollte ein Schreibtisch ein übersichtliches Erscheinungsbild pflegen. Alles, was du nicht zum Arbeiten benötigst, hat auf Tischplatte nichts verloren. Die Gegenstände, die du brauchst, sollten alle ihren festen Platz haben, sodass du sie mit verbundenen Augen finden kannst. Folglich gehören die Stifte in den dafür vorgesehenen Halter, die aktuelle Korrespondenz in ein Ablagekörbchen und der Kleinkram in eine Fächerbox. Ein griffbereiter Notizblock ist besser als eine umher fliegende Zettelwirtschaft, ebenso wie eine fest eingerichtete Ecke für Locher oder Tacker sowie weitere Utensilien, auf die du täglich zurückgreifen musst.

Wichtig zum Nachdenken sind feste Ankerpunkte. Dort können deine Augen Zuflucht finden, während dein Gehirn nach neuen Ideen kramt. Dafür eignen sich ein oder zwei motivierende Zitatbilder, wie das folgende Beispiel zeigt:

„Erfolg besteht aus drei Buchstaben: TUN.“ 

(Johann Wolfgang von Goethe)

Nicht zuletzt solltest du einen Zeitmesser auf deinem Schreibtisch deponieren. Erstens ist es immer gut zu wissen, wo genau im Arbeitstag du dich befindest. Zweitens sind Pausen während des Arbeitsprozesses enorm wichtig. Die solltest du im Auge behalten. Besser noch, du solltest Erinnerungen einrichten, die dich an deine Pausen erinnern.

Essen solltest du aber eher nicht am Schreibtisch. Der Ortswechsel wird dir guttun und darüber hinaus musst du hinterher nicht die lästigen Krümel aufwischen.

Motivierende Hintergrundfarbe

Es ist erwiesen, dass sich bestimmte Farben auf die Produktivität auswirken. Unterschiedliche Anstriche wirken auf jeden Menschen anders, weil jede Farbe einen anderen Teil des Gehirns anregt. Blau z. B. wird oft als die produktivste Farbe angesehen, weil sie den Geist anregt und die Konzentration fördert. Gelb regt wiederum die Kreativität an. Viele Menschen geben an, dass Grün sie produktiver macht, weil es das Gleichgewicht in ihrem Kopf fördert.

Falls du in einem öffentlichen Raum arbeitest, wo du die Wände nicht streichen darfst, bringe eine kleine farbige Pinnwand, einen bunten Wochenplaner oder ein schönes Bild an.

Belebende Pflanzen

Das muss nicht gleich ein ganzer Vorgarten sein, aber eine Pflanze auf deinem Schreibtisch und ein paar im Umfeld deines Arbeitsplatzes können deine Produktivität um bis zu 15 % steigern. Sie heben die Stimmung und sorgen dafür, dass du deine Arbeit positiver siehst. 

Ein Stückchen Natur an deinem Schreibtisch wirkt beruhigend und gibt dir das Gefühl, weniger gefangen zu sein. Den ganzen Tag drinnen zu sitzen und zu arbeiten ist anstrengend. Mit einer Pflanze hast du eine kleine Verbindung zur Außenwelt.

Diese relativ wenigen Tipps reichen bereits aus, sich am eigenen Schreibtisch nicht nur wohlzufühlen, sondern auch ohne Hürden in die produktiven und kreativen Prozesse einzutauchen. 

Nicolas Schultz