Wie du Ablenkungen im Home-Office minimierst und produktiver wirst

– 15 Tipps, die sofort helfen! –

Du arbeitest wegen Corona zu Hause? In unserem Artikel stellen wir dir nicht nur 15 einfache Tipps vor, damit du auch in den eigenen vier Wänden konzentriert arbeiten kannst. Wir verraten dir auch, wie du nach der Arbeit besser abschalten kannst und mehr Spaß im Home-Office hast!

I. Grundlagen

Tipp 1: Erschaffe eine Arbeitsumgebung

Es heißt nicht umsonst Home-Office. Wer produktiv zu Hause arbeiten möchte, sollte sich ein Mini-Büro einrichten. Das bedeutet: Dein Arbeitsplatz zu Hause sollte alles haben, was dein Büro hat! Schreibtisch, Computer, Platz für Dokumente, Büromaterial, ein ergonomischer Stuhl, Lampen und so weiter. Je mehr dein Home-Office deinem Büro ähnelt, desto besser wirst du zu Hause arbeiten können.

Wichtig: Sobald dein Mini-Büro steht, solltest du es unbedingt ordentlich halten. Ein aufgeräumter Schreibtisch ist die Grundlage für jede Produktivität! In Chaos kann niemand strukturiert und produktiv arbeiten.

Tipp 2: Trenne dein Mini-Büro vom Rest der Wohnung

Am besten hast du dein Home-Office in einem separaten Arbeitszimmer. Dann kannst du die Tür hinter dir schließen und dich zu 100% auf deine Arbeit konzentrieren. Wenn ein eigener Raum für dein Mini-Büro nicht möglich ist, dann suche dir zumindest die ruhigste Ecke deines Zuhauses und errichte dort dein Home-Office.

Arbeite also nicht vom Esstisch, nicht von deinem Bett und auch nicht von der Couch. Wenn du zum Beispiel auf deiner Couch arbeitest, wird sich dein Feierabend auf der Couch nicht viel anders als deine Arbeit anfühlen.Du solltest einen eigenen Bereich haben, den du nur zum Arbeiten nutzt!

Warum ist das so wichtig? Weil es dir hilft, dich bei der Arbeit zu konzentrieren und nach der Arbeit abzuschalten. Das bringt uns auch schon zum nächsten Tipp…

Tipp 3: Trenne persönliche und berufliche Zeit (immer!)

Auch wenn du keinen separaten Arbeitsraum hast – Arbeits- und Privatleben gehören um jeden Preis getrennt. Nicht nur klare Grenzen in den eigenen vier Wänden sind wichtig, damit du Job und Privates während deiner Heimarbeit auseinanderhalten kannst. Auch deine Arbeitszeiten solltest du klar festlegen.

Je klarer deine Trennung zwischen Beruf und Freizeit ist, desto besser kannst du deine Arbeit mental hinter dich lassen! Lasse dich also nicht dazu verleiten, am Abend deine E-Mails abzurufen oder doch noch ein kurzes Telefonat zu führen. Lasse deine Kollegen wissen, wann du erreichbar bist und wann nicht – und halte dich daran. Die Trennung von Arbeitszeiten und persönlicher Zeit fördert ein produktives Umfeld und hilft Stress abzubauen!

Tipp 4: Ziehe dich für die Arbeit an!

Du schlürfst im Home-Office gerne in Boxershorts und T-Shirts die Treppe hinunter, um dir eine Tasse Kaffee zu schnappen und dich direkt vor den Computer zu setzen? Für einen fokussierten Arbeitstag ist das nicht optimal. Dich morgens zu duschen und für die Arbeit anzuziehen, ist ein wichtiger psychologischer Schritt für mehr Produktivität im Home-Office. So stellst du dich innerlich auf den Arbeitstag ein, fühlst dich besser und hast das Gefühl eines normalen Alltags.

Tipp 5: Mache es dir bequem

Aber nicht so bequem, dass du einschläfst! Investiere lieber in einen guten Bürostuhl, damit du in einer gesunden und ergonomisch korrekten Position an deinem Schreibtisch sitzt. Das ist gut für deinen Rücken und steigert die Konzentration! Hier findest du eine Auswahl an ergonomischen Bürostühlen.

II. Arbeitszeit

Tipp 6: Halte dich an deinen üblichen Zeitplan

Ein strukturierter Tag ist für jedes produktive Home-Office wichtig. Auch in den eigenen vier Wänden solltest du deshalb versuchen, dich an deinen üblichen Zeitplan zu halten – oder dir zumindest einen neuen Zeitplan für das Home-Office erstellen. Lege dir vor allem feste Zeiten für Arbeitsbeginn, Arbeitsende und Pausen fest!

Ablenkungen sind natürlich nicht immer zu vermeiden. Wie im Büro solltest du jedoch darauf achten, dass deine Unterbrechungen nicht länger als 15 Minuten dauern – ob du kurz die Wäsche aufhängen oder den Hund rauslassen musst. Im Büro würdest du schließlich auch nicht länger als 15 Minuten mit deinen Kollegen plaudern oder deinen Kaffee trinken!

Tipp 7: Lege dein Handy aus dem Sichtfeld

Dein Smartphone ist Ablenkungsfaktor Nummer 1. Wenn du es nicht für deine Arbeit brauchst, schaltest du es am besten aus und legst es aus deinem Sichtfeld. US-amerikanische Forscher der McCombs School of Business an der University of Texas haben herausgefunden, dass ein lautloses und umgedrehtes Smartphone auf dem Tisch  Denkvermögen und Konzentration reduziert.

Selbst ein ausgeschaltetes Smartphone hindert dich also daran, dich mit voller Konzentration deinen Aufgaben zu widmen. Deshalb pack es weg – aus den Augen, aus dem Sinn!

Tipp 8: Wechsel deine Arbeitspositionen häufig!

Wer 8 Stunden täglich sitzt und sich zum Ausgleich nicht ausreichend bewegt, hat laut Studien ein 60% höheres Sterberisiko. Deshalb solltest du bei der Arbeit nicht nur sitzen – sondern auch gehen, stehen oder liegen. Besonders praktisch ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch (zum Beispiel der eDesk), den du auf Knopfdruck auf Stehhöhe einstellen kannst. Studien haben herausgefunden, dass Arbeit im Stehen die Leistungsfähigkeit steigern kann.

Tipp 9: Nutze die Pomodoro-Technik

Millionen von Menschen schwören auf diese Produktivitätsmethode. Mit der Pomodoro-Technik teilst du deine Arbeitszeit in konzentrierte und kürzere Sitzungen (1 Sitzung = 1 Pomodoro) mit kurzen Pausen ein. Das Ergebnis ist mehr Konzentration, weniger Ablenkungen und weniger geistige Erschöpfung.

Wie funktionierts? Stelle einen Timer auf 25 Minuten (oder nutze eine der zahlreichen Pomodoro-Apps). In dieser Zeit konzentrierst du dich ausschließlich auf eine Aufgabe. Wenn der Timer klingelt, machst du fünf Minuten Pause und gehst danach wieder 25 Minuten an die Arbeit. Nach vier solcher Pomodoros machst du eine längere Pause von 15 bis 30 Minuten. So erledigst du deine Aufgaben in kurzen, hochkonzentrierten Sprints statt in einem Marathon!

Tipp 10: Mache Pausen (und zwar richtig!)

Ob Pomodoro-Technik oder „gewöhnliches“ Arbeiten: Du brauchst regelmäßige Auszeiten von Computerbildschirmen, Besprechungen und Anrufen. Die Pausen geben dir eine Möglichkeit zum Abschalten und Energie tanken – allerdings nur, wenn du sie richtig machst! Stehe bei deinen Pausen immer von deinem Schreibtisch auf. Mache einen kleinen Spaziergang, laufe in deinem Arbeitszimmer umher, meditiere oder dehne dich mit einer kleinen Yogasequenz. Wichtig ist, dass du deine Pausen nicht auf Social Media oder vor dem Smartphone verbringst! Dein Gehirn braucht die Pausen zum Abschalten!

Regelmäßiges Aufstehen und Bewegung sorgt übrigens nicht nur für geistige Frische. Es bringt auch deinen Kreislauf in Schwung und ist wichtig für die Muskulatur. Dein Rücken, deine Knie, deine Schultern, dein Kopf und dein Herz werden es dir danken!

III. Extras

Tipp 11: Erstelle kleine To-Do-Listen

Nimm dir 10 Minuten am Morgen für eine detaillierte Checkliste. Anschließend nimmst du dir fünf weitere Minuten Zeit, um deine Checkliste zu kürzen – bzw. die Aufgaben zu highlighten, die du in den nächsten Stunden auf jeden Fall erledigen musst. So gliederst du deinen Tag in kleine, umsetzbare Aufgaben. Sobald du die ersten Dinge von der To-Do-Liste streichst, wird sich das deutlich auf deine Produktivität auswirken. To-Do-Listen motivieren!

Tipp 12: Schone deine Augen

Ein kleiner Tipp mit großer Wirkung! Verringere die Belastung deiner Augen mit der 20-20-20-Regel: Alle zwanzig Minuten hörst du auf, auf einen Bildschirm zu schauen und schaust für 20 Sekunden auf etwas, das mindestens 20 Fuß entfernt ist. 20 Fuß sind ungefähr 6 Meter. Deine Augen werden es dir danken!

Tipp 13: Mach es dir schön!

Was brauchst du, um dich in deinem Home-Office wohlzufühlen? Beantworte diese Frage für dich selbst und sorge dafür, dass du gerne an deinem Arbeitsplatz zu Hause sitzt (oder stehst). Je wohler du dich fühlst, desto effizienter wirst du arbeiten können! Pflanzen sind zum Beispiel eine wunderbare Möglichkeit, visuelle Abwechslung zu schaffen und eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Studien haben sogar bewiesen, dass der Kontakt mit Natur die Zufriedenheit und Produktivität erhöht und Stress reduziert.

Bonus-Tipp: Du traust dir nicht zu, eine Pflanze länger als eine Woche am Leben zu halten? Dann wähle eine widerstandsfähige Pflanze wie einen kleinen Kaktus oder eine Sukkulente. Oder richte deinen Schreibtisch zumindest so ein, dass du die freie Natur sehen kannst. Ein schöner Blick nach Draußen kann Wunder wirken!

Tipp 14: Setze auf aromatische Düfte

Ätherische Öle können dein Wohlbefinden im Home-Office ebenfalls steigern. Sie sorgen nicht nur für einen angenehmen Duft – einige Öle haben sogar eine nachgewiesene Wirkung, die deine Produktivität erhöhen kann. Pfefferminze wirkt beispielsweise belebend, Rosmarin kann die Konzentration erhöhen und süße Orange kann bei Stress und Angstzuständen helfen.

Tipp 15: Genieße dein Home-Office!

Ja, Produktivität ist wichtig. Deine Gesundheit und dein Wohlbefinden solltest du aber trotzdem nicht vergessen. Nutze die Vorteile der Heimarbeit und tue Dinge, die du im Büro nicht tun könntest! Lasse zum Beispiel ruhige Musik im Hintergrund laufen, nutze die Mittagspause für ein Nickerchen auf deinem Lieblingssofa und nutze die Zeit, die du sonst für den Weg zur Arbeit und wieder zurück verschwendet hättest.

Vielleicht vermisst du dein altes Büro, deine Kollegen und die gemeinsamen Mittagspausen – ein Home-Office ist aber auch ganz cool!

Nicolas Schultz