Raumklima im Büro

Da die Hitzewelle kein Ende nimmt und sich die Räumlichkeiten immer mehr aufheizen, kann dies zu unangenehmen Kopfschmerzen führen und die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit mindern.

4 Faktoren im Zusammenspiel

Das Raumklima setzt sich aus Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftbewegungen und Luftqualität zusammen. Am besten sehen wir uns diese Aspekte genauer an.

  • Raumtemperatur – Die Arbeitsstättenrichtlinie unterteilt in drei Arten von Arbeitsschwere: leicht, mittel, schwer. Hier fällt Büroarbeit unter leichte Arbeitsschwere, da die Tätigkeit überwiegend im Sitzen stattfindet. Als Richtwert wird hier eine Raumtemperatur vor 22°C als optimale Raumtemperatur genommen. In heißen Sommermonaten sollte die Temperatur von 26°C nicht überschritten werden.
  • Luftfeuchtigkeit – Die optimale Luftfeuchtigkeit im Büro liegt bei ca. 50%. Zu trockene Luft führt häufig zu gereizten Schleimmhäuten, trockenen Augen und spröden Lippen. Pflanzen im Raum verbessern auf natürliche weise die Luftfeuchtigkeit.
  • Luftgeschwindigkeit – Zu starke Luftgeschwindigkeit, führt zusammen mit Temperaturdifferenzen zu Zugerscheinungen. Die können bei dauerhaftem Auftreten, zu Nackenschmerzen und Verspannungen führen.
  • Luftqualität – Hier gibt es noch keine einheitlichen Richtwerte, da eine entsprechende Messung sehr aufwendig ist. Doch man weiß, dass die Luft mit einem erhöhten CO2-Anteil, zu Ermüdungserscheinungen und Konzentrationsschwächen führen kann. Drucker und Kopierer können die Luftqualität durch Ozon weiter erheblich mindern. Deshalb sollten diese Geräte besser in einem gutbelüfteten, separaten Raum stehen.

Gutes Raumklima im Sommer schaffen

Da nicht jedes Büro über eine Klimaanlage verfügt, empfiehlt es sich bei heißen Sommertagen, die Jalousien zu schließen und regelmäßig stoßweise zu lüften. Hierbei wird die verbrauchte Büroluft gegen Frischluft ausgetauscht. Danach wieder rasch alle Fenster und Jalousien schließen, sonst steigt die Temperatur unangenehm an.

An heißen Sommertagen werden die Temperaturgrenzen oftmals überschritten. Da immer mehr Bürogebäude mit großen Glas-Fensterflächen gebaut werden, ist eine Klimatisierung notwendig und unverzichtbar. In solchen Gebäuden ist oftmals eine zentrale Klimaanlage installiert, um das komplette Gebäude mit kühler Luft zu versorgen.

Um die Gesundheit der Mitarbeiter nicht zu gefährden, muss darauf geachtet werden, dass die Temperatur nicht arktische Verhältnisse annimmt und möglicherweise vorhandene Filter regelmäßig erneuert werden. Sobald Mitarbeiter anfangen zu frieren und mögliche Erkältungserscheinungen auftreten, sollte man dringendst die Temperatur anpassen, um nicht noch mehr Schaden anzurichten. Die Temperaturdifferenz zwischen drinnen und draußen sollte nicht zu hoch sein (die maximale Differenz wird idR. mit 6° C angegeben).

Das Raumklima bestimmt als wesentlicher Bestandteil die Behaglichkeit im Büro und die Qualität der Arbeitsplätze. Diese wird hauptsächlich durch die Raumtemperatur der Luft und die Luftfeuchtigkeit bestimmt. Setzen Sie sich gezielt mit diesem Thema auseinander und befragen Sie ihre Mitarbeiter, welche Aspekte verbessert werden könnten, damit sich jeder an seinem Arbeitsplatz wohlfühlt.

Tipp

Nicht jede Besprechung muss zwangsweise in einem Raum stattfinden, entdecken Sie die Umgebung Ihrer Firma. Häufig befindet sich die nächste Grünfläche direkt vor der Haustür. Bäume spenden Schatten, der Wind kühlt angenehm ab, in Brunnen oder Bächen können Sie die Beine wunderbar erfrischen …

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